„Mein Missbrauch steht im Netz“ – eine Betroffenenperspektive und mögliche Lösungen
Ingo Fock, gegen-missbrauch e.V.
Julia von Weiler, Innocence in Danger

7. Februar, 11:20 Uhr

„Wir machen immer noch gute Geschäfte mit dir!“
(Täterzitat an Katja S.)
Digitale Medien und das Internet verändern sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen fundamental. Gerade in den vergangenen Monaten wurde sichtbar, wie häufig sexueller Missbrauch innerhalb des familiären Umfelds durch digitale Medien weite Kreise zieht und die Anzahl der Täter und Täterinnen drastisch erhöht.
Eine internationale Befragung Betroffener, deren Missbrauchsdarstellungen verbreitet wurden, weist auf deutliche Lücken in der Strafverfolgung und der psychosozialen sowie medizinischen Versorgung hin.
Betroffene von sexuellem Kindesmissbrauch, die wissen, dass die an ihnen ausgeführten Taten auch  noch in Form von Bildern und/oder Videos visualisiert  wurden, unterliegen ganz besonderen Belastungssituationen. Und dass unabhängig von der Tatsache, ob ein organisierter Kontext vorliegt oder nicht.
Beratungsstellen sind mit dieser Form der Gewalt oftmals (noch) überfordert.
Welche Änderungen und Weiterentwicklungen, sowohl von Gesetzgeber als auch Strafverfolgungsbehörden wären notwendig, um Betroffenen von Missbrauch und dessen Abbildung im therapeutischen Kontext zur Verarbeitung der Gewalttaten zu unterstützen?
Wir müssen das Undenkbare denken, um Menschen, die schier unglaubliches überlebt haben, wirklich zu helfen.